Hier möchte möchte ich, an dieser Stelle, einen kurzen Überblick geben was mich dazu bewogen hat diese Familienchronik bzw. Homepage zu erstellen.
Unsere Familie ist seit ihrer ersten schriftlichen Beurkundung im Jahre 1666 vom Kloster Himmelthal in der Zinsabgabeerklärung für Obernau als auch 1675 in der Huldigungsliste in Obernau aufgelistet worden.
Begonnen habe ich mit der Ahnenforschung da war ich gerade einmal 14 Jahre alt. Hintergrund meiner Forschungen war es, meine große Verwandtschaft einfach zur besseren Übersicht und Verständnis auf ein Blatt Papier bringen zu wollen.
Ich merkte aber relativ schnell, dass ich mit nur einem Blatt Papier nicht auskam. Also wurden die Blätter immer mehr und größer. Nach einer gewissen Zeit fragte ich dann meine Mutter, wo ich noch weitere Daten von unseren Verwandten bekommen könnte.
Ab da begann für mich so richtig meine Ahnenforschung unserer Familien.
Die erste Zeit begleitete mich meine Mutter zum kath. Pfarramt damit ich überhaupt die „alten“ Schriften lesen konnte. Nach und nach konnte ich dann die Schriften besser entziffern und musste nur ein paar Mal den Sekretärinnen im Pfarramt auf die Nerven gehen und fragen, was das wohl heißen könnte. Ich bekam von dem damaligen Pfarrer eine Unterstützung für den Einblick aller Bücher sowie einige Kopien der alten Matrikelbücher, aber leider keine Unterstützung auf eine Datenverwaltung. Für eine Verwaltung der Daten oder Darstellung musste ich mir damals selbst helfen. Eine computerunterstützte Verwaltung oder Darstellung war damals noch nicht vorstellbar. So vergingen einige Jahre und Hunderte Stunden meiner Ahnenforschung im Pfarrhaus in Obernau. Ebenso einige Stunden in dem Aschaffenburger Pfarramt "Zu Unserer Lieben Frau" sowie der Pfarrei von Bischbrunn (Esselbach und Oberndorf) bei Marktheidenfeld. Auch eine Fahrt zum Staatsarchiv in Würzburg welche das Inventar der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz die damals die „Herren“ von Obernau waren verwende ich in meiner Ahnenforschung.
1989 zeichnete ich auf einer Länge von1,60 m und einer Höhe von 0,90 m meinen ersten Stammbaum in Tusche von den Vorfahren meiner Mutter. Dazu hatte ich eine 0,18 mm große Schriftschablone verwendet um Hunderte von Namen mit einem Tuschestift auf das Transparent zu schreiben. Ich muss nicht erwähnen, dass dies einige Monate dauerte, bis ich endlich den Stammbaum meiner Mutter fertiggestellt hatte.
Nach der Fertigstellung des Stammbaumes wurde es ein wenig ruhiger mit meiner Ahnenforschung.
Beim Kauf meines ersten PC´s habe ich mir auch gleich ein Ahnenforschungsprogramm für meine Daten gekauft. Dank des Datenaustausches (GEDCOM) mit anderen Ahnenforschungsprogrammen benutzte ich einige Zeit lang mehrer Programme gleichzeitig. Heute verwende ich nur noch Brother´s Keeper und GENprofi - Stammbaum für die Eingabe und Kontrolle meiner Daten und das sind schon einige Personen. Ein Ahnenforschungsprogramm mit dem ich eine für mich akzeptable Stammbaumdarstellung darstellen kann habe ich bis heute noch nicht gefunden.
In den folgenden Jahren habe ich dann meine Kopien und schriftliche Unterlagen ausgewertet und in meiner Datenbank zusammengetragen. Auch wurde ich wieder aktiv bei der Suche nach weiteren Vorfahren wie zum Beispiel: Besuch des Stadt- und Stiftsarchivs in Aschaffenburg und die grafische Darstellung des Aulbach Stammbaumes.
In dieser Zeit lernte ich auch Reinhard Aulbach von Obernau kennen. Der bereits 1996 ein Sippentreffen der Aulbach´s in Obernau organisierte und auch ein Buch der Aulbach - Aulenbach mit viel Arbeit im Eigenverlag zur Stande brachte. Ihm habe ich es zu verdanken, das meine Datenbank der Aulbach´s größer wurde und natürlich fand ich in ihm mein „Lehrmeister“ für meine Ahnenforschung.
In den ersten Jahren meiner Genealogie kreuzte sich häufig der Weg mit Waldemar Welisch in Schweinheim. Er betreibt Heimat- und Ahnenforschung seiner Familie. Und wie es so nun einmal im Leben ist, ist seine Urgroßmutter eine geborene Aulbach, welche von meiner Aulbach – Linie aus Obernau abstammt.
Ebenso lernte ich auch Alfons Grundl aus Obernau kennen, der auch ein Verwandter meiner Aulbach - Linie ist. Wir haben uns auch die Daten ausgetauscht und haben immer noch Kontakt.
So sind wieder einige Jahre ins Land gegangen und ich konnte einige neue Vorfahren in meinen Datenstand einbringen. Aber leider ist es mir bis heute noch nicht gelungen eine verwandtschaftliche Abstammung, zu dem ausgestorbenen Adelsgeschlecht Kottwitz von Aulenbach oder Pfeil von Aulenbach von Oberaulenbach zu erhalten. Es ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, dass die bürgerlichen Aulenbach - Familien, die sich später mehrheitlich Aulbach nennen, tatsächlich der Pfeil von Aulenbach abstammen.
In dieser Zeit der Forschung mit dem Adelsgeschlecht Kottwitz von Aulenbach kam mir die Idee selbst ein Wappen zu gestalten. Denn die Verwendung des Wappen der Kottwitz von Aulenbach ist mir durch die nicht „Verwandtschaft“ verwehrt.
So entstanden mit den Jahren sehr unterschiedliche Wappendarstellungen. Aber erst im Frühjahr 2006 hatte ich Kontakt mit der Fränkischen Wappenrolle und die benötigte Hilfestellung der Heraldischen korrekten Umsetzung unseres Aulenbach - Aulbach Wappen. Im Hinblick auf den 70. Geburtstag meines Vaters, im Jahre 2006, war es mir wichtig „Nägel mit Köpfen“ zu machen, damit mein Vater ein besonderes Geschenk von mir erhält.
Auch war mein Ehrgeiz für die Erstellung unseres Aulbach Stammbaumes geweckt worden. Diesmal verwendete ich aber ein CAD-Programm um die Vielzahl der Namen noch besser grafisch darzustellen. Dies ist wohl sehr aufwendig, da ich alle Namen noch einmal eingeben musste. Aber ich habe alle Möglichkeiten der Darstellung welches mir zurzeit kein anderes Ahnenforschungsprogramm bieten kann. Somit waren wieder einige Hunderte von Stunden notwendig um den Baum zu gestalten und meine Datenbank auf Fehler zu korrigieren.
Somit ist das Jahr 2006 für mich das arbeitsreichste Jahr gewesen. Und nicht zuletzt habe ich mich an die Erstellung meiner eigenen Familien Homepage gewagt. Die Homepage ist nicht perfekt aber ich werde versuchen die Seiten immer mehr zu verbessern. Besonders überrascht war ich über die Auszeichnung meiner Homepage im Oktober 2008. Von www. Verwandt.de wurde ich ausgezeichnet mit 50 weiteren Homepageerstellern das ich eine der besten Genealogie-Seiten in Deutschland erstellt habe. Ausgewählt wurden Webseiten, Blogs oder Internetforen, die sich mit den Themengebieten Genealogie, Ahnenforschung und Heraldik beschäftigen und die Inhalte in einer bemerkenswerten Art und Weise präsentieren.
Euer Alexander Aulbach
Mai 2009
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